Avodah Zarah 88

Kapitel 88

א <big><strong>מתני׳</strong></big> שאל פרוקלוס בן פלוספוס את ר"ג בעכו שהיה רוחץ במרחץ של אפרודיטי אמר ליה כתוב בתורתכם (דברים יג, יח) לא ידבק בידך מאומה מן החרם מפני מה אתה רוחץ במרחץ של אפרודיטי
1 <b>P</b><small>EROKLOS DER</small> P<small>HILOSOPH</small> <small>FRAGTE</small> R. G<small>AMLIÉL IN A͑KKO</small>, <small>ALS DIESER IM</small> A<small>PHRODITEN</small>-B<small>ADE BADETE</small>: E<small>S HEISST IN EURER</small> T<small>ORA</small>: <i>nichts vom mit dem Banne Belegtem soll an deiner Hand kleben bleiben</i>, <small>WIESO BADEST DU NUN IM</small> A<small>PHRODITEN</small>-B<small>ADE</small>?
ב אמר לו אין משיבין במרחץ וכשיצא אמר לו אני לא באתי בגבולה היא באה בגבולי אין אומרים נעשה מרחץ נוי לאפרודיטי אלא אומר נעשה אפרודיטי נוי למרחץ:
2 D<small>IESER ERWIDERTE</small>: M<small>AN ANTWORTE</small> <small>NICHT IN EINEM</small> B<small>ADEHAUSE</small>. A<small>LS ER HINAUSGEGANGEN WAR</small>, <small>SPRACH ER ZU IHM</small>: I<small>CH KAM NICHT IN IHR</small> B<small>EREICH</small>, <small>SONDERN SIE IN MEIN</small> B<small>EREICH</small>. M<small>AN</small> <small>SAGT NICHT</small>, <small>DAS</small> B<small>AD SEI</small> <small>ZUR</small> A<small>USSCHMÜCKUNG DER</small> A<small>PHRODITE ERRICHTET WORDEN</small>, <small>SONDERN DIE</small> A<small>PHRODITE SEI ZUR</small> A<small>USSCHMÜCKUNG DER</small> B<small>ADEANSTALT AUFGESTELLT WORDEN</small>.
ג דבר אחר אם נותנים לך ממון הרבה אי אתה נכנס לעבודת כוכבים שלך ערום ובעל קרי ומשתין בפניה זו עומדת על פי הביב וכל העם משתינין לפניה לא נאמר אלא אלהיהם את שנוהג בו משום אלוה אסור את שאינו נוהג בו משום אלוה מותר:
3 U<small>ND NOCH ETWAS ANDERES</small>: W<small>ENN MAN DIR AUCH VIEL</small> G<small>ELD GEBEN WÜRDE</small>, <small>SO WÜRDEST DU DENNOCH NICHT NACKT UND POLLUTIONSBEHAFTET VOR DEINE</small> G<small>OTTHEIT TRETEN UND VOR IHR URINIEREN</small>, <small>DIESE ABER STEHT VOR DER</small> R<small>INNE UND DAS GANZE</small> V<small>OLK URINIERT VOR IHR</small>. E<small>S HEISST</small> [<small>IN DER</small> S<small>CHRIFT</small>]: <i>ihre Götter</i>, <small>WAS WIE EIN</small> G<small>OTT BEHANDELT WIRD</small>, <small>IST VERBOTEN</small>, <small>WAS NICHT WIE EIN</small> G<small>OTT BEHANDELT WIRD</small>, <small>IST ERLAUBT</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> והיכי עביד הכי והאמר רבה בר בר חנה אמר רבי יוחנן בכל מקום מותר להרהר חוץ מבית המרחץ ומבית הכסא
4 GEMARA. Wieso tat er dies, Rabba b. Bar Ḥana sagte ja im Namen R. Joḥanans, daß man überall [über Worte der Tora] nachdenken dürfe, nur nicht in einem Badehause und in einem Aborte!?
ה וכי תימא בלשון חול אמר ליה והאמר אביי דברים של חול מותר לאומרן בלשון קדש דברים של קדש אסור לאומרן בלשון חול
5 Wolltest du erwidern, er hatte es ihm in einer profanen Sprache gesagt, so sagte ja Abajje, man dürfe profane Dinge in der Heiligensprache sprechen, jedoch keine heiligen Dinge in einer profanen Sprache!? –
ו תנא כשיצא אמר לו אין משיבין במרחץ
6 Es wird gelehrt, erst als er draußen war, sagte er zu ihm, man antworte nicht in einem Badehause.
ז א"ר חמא בר יוסף ברבי א"ר אושעיא תשובה גנובה השיבו ר"ג לאותו הגמון ואני אומר אינה גנובה
7 R. Ḥama b. Joseph (Berabbi) sagte im Namen R. Oša͑jas: R. Gamliél gab jenem Hegemon eine verschmitzte Antwort; ich aber sage, sie sei nicht verschmitzt. –
ח מה גנובתיה דקאמר לו זו עומדת על פי הביב וכל אדם משתין בפניה וכי משתין בפניה מאי הוי והאמר רבא פעור יוכיח שמפערין לפניו בכל יום ואינו בטל
8 Wieso ist sie verschmitzt? – Er erwiderte ihm: diese aber steht vor der Rinne und das ganze Volk uriniert vor ihr; was ist denn dabei, daß man vor ihr uriniert, Raba sagte ja, vom Peo͑r sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen: vor diesem entleert man sich täglich, dennoch ist er dadurch nicht entheiligt.
ט ואני אומר אינה גנובה זו עבודתה בכך וזו אין עבודתה בכך
9 Ich aber sage, sie ist nicht verschmitzt, denn dieser wird auf diese Weise verehrt, jene aber nicht.
י אמר אביי גנובתה מהכא דקאמר ליה אני לא באתי בגבולה והיא באה בגבולי וכי בא בגבולה מאי הוי והתנן עבודת כוכבים שיש לה מרחץ או גינה נהנין מהן שלא בטובה ואין נהנין מהן בטובה
10 Abajje sagte: Die Verschmitztheit besteht darin: er erwiderte ihm, er kam nicht in ihr Bereich, sondern sie in seines; was ist denn dabei, daß sie in seines gekommen ist, wir haben ja gelernt, wenn eine Badeanstalt oder ein Garten zu einem Götzen gehört, dürfe man von diesen ohne Vergütung genießen, nicht aber gegen Vergütung.
יא ואני אומר אינה גנובה שלא בטובת רבן גמליאל כבטובת אחרים דמי
11 Ich aber sage, sie sei nicht verschmitzt, denn bei R. Gamliél war es ohne Vergütungwie bei anderen gegen Vergütung.
יב רב שימי בר חייא אמר גנובתה מהכא דקאמר לו זו עומדת על הביב וכל אדם משתינין בפניה וכי משתינין בפניה מאי הוי והתנן רק בפניה השתין בפניה גיררה וזרק בה את הצואה הרי זו אינה בטילה
12 R. Šimi b. Ḥija sagte: Die Verschmitztheit besteht darin: er erwiderte ihm, diese aber stehe vor der Rinne und das ganze Volk uriniere vor ihr; was ist denn dabei, daß man vor ihr uriniert, wir haben ja gelernt, wenn einer vor [dem Götzen] ausgespuckt, uriniert, ihn herumgeschleppt oder mit Kot beworfen hat, sei dieser dadurch nicht entheiligt.
יג ואני אומר אינה גנובה התם לפי שעתא הוא רתח עלה והדר מפייס לה הכא כל שעתא ושעתא בזלזולה קיימא
13 Ich aber sage, sie sei nicht verschmitzt, denn da ist es nur ein vorübergehender Zorn, den er gegen ihn hat, später aber besänftigt er ihn, jene aber stand ja immerwährend in ihrer Besudelung.
יד רבה בר עולא אמר גנובתה מהכא דקאמר ליה אין אומרין נעשה מרחץ נוי לאפרודיטי אלא נעשה אפרודיטי נוי למרחץ וכי אמר נעשה מרחץ לאפרודיטי נוי מאי הוי והתניא האומר בית זה לעבודת כוכבים כוס זה לעבודת כוכבים לא אמר כלום שאין הקדש לעבודת כוכבים
14 Rabba b. U͑la sagte: Die Verschmitztheit besteht darin: er erwiderte ihm, man sage nicht, das Bad sei zur Ausschmückung der Aphrodite errichtet worden, sondern die Aphrodite ist zur Ausschmückung der Badeanstalt aufgestellt worden; was wäre denn dabei, wenn man gesagt haben würde, die Badeanstalt sei zur Ausschmückung der Aphrodite errichtet worden, es wird ja gelehrt, wenn jemand sagt, dieses Haus soll dem Götzen geweiht sein, dieser Becher soll dem Götzen geweiht sein, seien seine Worte ungültig, weil es keine Weihung für einen Götzen gibt.
טו ואני אומר אינה גנובה נהי דאיתסורי לא מיתסרא נוי מיהא איכא:
15 Ich aber sage, sie sei nicht verschmitzt, denn zugegeben, daß sie nicht verboten wäre, aber immerhin würde sie als Ausschmückung gegolten haben.